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29.06.2018, 10:49 Uhr
Generalplan Spreewald soll Fließentschlammung vorantreiben
Landtagsabgeordnete Roswitha Schier will die Entschlammung der Spreewaldfließe forcieren und mit der Landesregierung eine Lösung erarbeiten
Am Rande der Landtagssitzung am 28. Juni 2018 trafen sich Vertreter der Wasser- und Bodenverbände, Spreewaldfischer und Landwirte auf Initiative von Roswitha Schier, Mitglied des Landtages, mit Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger und Abgeordneten der SPD-Landtagsfraktion zu einem Gespräch zur Entschlammung der Fließe im Spreewald.
Roswitha Schier, CDU Landtagsabgeordnete (5. v. r. ) brachte die Gesprächspartner mit Agrarminister Jörg Vogelsänger an einen Tisch. Das Ergebnis ist ein Generalplan Spreewald, der die Entschlammung der Fließe voranbringen soll.
Minister Jörg Vogelsänger und Kurt Augustin, Leiter der Abteilung Wasser im MLUL, verwiesen in ihrer Antwort auf die Anstrengungen der letzten Jahre und das erfolgreich abgeschlossene Pilotprojekt. Im Gespräch wurde ein „Generalplan Spreewald“ vorgeschlagen, der zum Ziel haben soll, alle mit dem Spreewald und der Entschlammung befassten Akteure an einen Tisch zu bekommen. Landräte, Kommunen, Verbände und das Biosphärenreservat sollen an den Entscheidungen beteiligt und die Finanzierung geklärt werden. „Im Juli soll es dazu erste Absprachen geben. Wir haben uns darauf geeinigt, dass es noch vor der anstehenden Haushaltsdebatte im Landtag einen fraktionsübergreifenden Antrag zur Entschlammung im Herbst geben soll. Wir müssen endlich mehr Fließe entschlammen, um den Spreewald zu erhalten“, so Schier.
Die Verbände und Landwirte machten deutlich, dass es einen erheblichen Handlungsbedarf bei der Entschlammung und Entkrautung der Fließe gibt. Die vorhandenen Rahmenbedingungen und Genehmigungsverfahren behindern oft ein schnelles Handeln. Mit Verweis auf den Rückgang der Artenvielfalt und den notwendigen Hochwasserschutz erwarteten die Beteiligten von der Landesregierung ein klares Signal, die Entschlammung auszuweiten und zu intensivieren.
Am Ende des Gespräches zeigten sich die Teilnehmer aus dem Spreewald mit dem Ergebnis zufrieden und zuversichtlich.