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04.11.2019, 12:35 Uhr
Erinnerungen an den 30. Oktober 1989 in Lübbenau
Günter Nooke, ehemaliger DDR Bürgerrechtler, sprach über die Ereignisse im Herbst 1989
Auf den Tag genau vor 30 Jahren fanden sich mutige Bürgerinnen und Bürger der Stadt zur ersten Demonstration für Freiheit und Demokratie zusammen, um einen politischen und wirtschaftlichen Wandel auch in Lübbenau herbeizuführen.
Damals öffnete Pfarrer Hubertus Zomack (gestorben im Februar 2019) für die Demonstranten die Tür der katholischen Kirche. Dort versammelten sich die Menschen, um miteinander reden zu können und den ersten Runden Tisch in der Stadt zu gründen. Viele Demonstranten standen vor der überfüllten Kirche ohne zu wissen, wie die SED Führungen in der Stadt und im Kreis Calau reagieren würden. Mit der Einweihung eines Gedenksteines am Eingang der kath. Kirche wurde zu Beginn der Veranstaltung der Demonstrationen vor dreißig Jahren in Lübbenau gedacht. Neben vielen Bürgerinnen und Bürgern waren Bürgermeister Helmut Wenzel, die Landtagsabgeordnete und CDU Ortsvorsitzende Roswitha Schier sowie Vertreter des ersten Runden Tisches in Lübbenau mit dabei. Sie würdigten den Mut der vielen Menschen, die gegen das SED- Regime und die Verhältnisse in der DDR aufbegehrten. Günter Nooke sprach über die Ereignisse im Herbst 1989 und schlug den Bogen zu den politischen Entwicklungen in Deutschland, Europa und der Welt von heute. Nach der Festrede kamen Bürgerinnen und Bürger zu Wort, die über ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Gefühle berichteten. Mit einem ökumänischen Friedensgebet beendeten Pfarrer Matthias Grzelka und Andreas Döhle die Gedenkveranstaltung. Eine begleitende Fotoausstellung führte die Betrachter zurück in das Jahr 1989. Einige Fotografien zeigen anschaulich die Situation in der Altstadt zu jener Zeit, aber auch die Demonstrationen und die erste freie Wahl 1990 in Lübbenau. Die musikalische Umrahmung gestaltete, wie vor dreißig Jahren am 05. November 1989 in der Nikolaikirche, Rudi Babben unter anderem mit dem Lied: „Sag mir wo die Menschen sind“ in Anlehnung an das berühmte Lied von Pete Seeger.